In der Grabenstätter Schule hat Bairisch seinen Platz

Das „Brettl“ kommt von den Brettern die die Welt bedeuten und ist in Bayern durchaus ein üblicher Begriff für Bühne, Kabarett und Theater. „Gromstätt“ ist der Ort „Grabenstätt“ etwas östlich vom Chiemsee gelegen und in der Nähe der Autobahn von Salzburg nach München. Die „Schui“, das ist die Grundschule in Grabenstätt. Eine Besonderheit dieser Schule ist ihre Leiterin Josefine Brunnhuber und ihr Engagement für die Bairische Sprache. So ist die Schule schon durch die „Zauberflöte auf Bairisch“ und das Musiktheater „Schuihof-Gschroa“ aufgefallen.

Zum 21. Februar, dem Tag der Muttersprache hat es eine weitere bairische Veranstaltung, eben das „Gromstätter Schuibrettl“ gegeben. Angestoßen hatte sie unser Vereinsmitglied Robert Gapp, aber bei der Josefine Brunnhuber mußte er nicht lange reden. Nach der ersten Idee haben sich Inhalt und Umfang schnell entwickelt; immer wieder sind neue Ideen sowohl von den Lehrern als auch den Schülern und Eltern dazugekommen. Das ging bis zuletzt und schließlich hat der Programmablauf die Planung überholt; einige Beiträge wurden gebracht, ohne dass sie im Programm standen.

Die Kinder bei ihrer Aufführung

Es waren insgesamt etwa 25 Programmpunkte; Abzählreime, Kinderlieder, Sketche, Gedichte, Witze usw. wie z. B. u. a. „Wos is heit für Dog?“, „Der Struwwelpeter“ auf hochdeutsch und bairisch; „Wannst in Himmi, wuist kemma...", oder den Witz „Neili war i aufm Schi-Basar" „Und, host wos gfundn?" „A Snowboard hob i kriagt, für ei Frau“ „Des war aber a guata Tausch!“

Zum Schluss sangen die Kinder mit echter Begeisterung das „Gromstätter Schuiliadl“ mit dem Refrain: „Do geh i hi, denn do is gaut, weil ma do vui lerna tuat“, u. a. bairisch

Erklärtes Ziel der Schulleiterin ist es, dass die Kinder sowohl Schriftdeutsch lernen, als auch bairisch reden. Da läßt sie sich immer etwas einfallen und treibt Veranstaltungen wie diese mit aller Kraft voran. Sie ist eine der wenigen Schulleitern oder -leiterinnen, die sich ernsthaft für Bairisch an der Schule einsetzen. Unser Verein „Bairische Sprache“ fordert immer wieder, dass Bairisch einen angemessenen Platz in den Schulen bekommt, an der Grabenstätter Schule hat er ihn bereits. Josefine Brunnhuber war selber von dem Engagement der Kinder überrascht und wie es ausschaut wird es ein bestimmt ein zweites „Gromstätter Schuibrettl“ geben.