Ein Bericht von Christa Waldherr
Palling, 29. März 2025. Eine Riesengaudi im vollbesetzten Michlsaal – das Kinderlieder-Duo Margit Sarholz und Werner Meier, besser bekannt unter dem Namen „Sternschnuppe“, hat sich für die Kinder aus der Region mächtig ins Zeug gelegt mit einem lustigen Mitsing- und Mitmach-Nachmittag, initiiert und organisiert vom Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau-Inn e.V. Dessen Vertreter Hans Schupfner, dem die Hauptorganisation unterlag, hieß alle Kinder mit ihren Eltern und Großeltern herzlich willkommen. Seinen Anspruch an den Nachmittag legte er daran, dass Kinderlieder auch in bairischer Sprache gesungen werden können und so oft viel besser ins Gehör und ins Herz gehen. Es sei nämlich auch ganz wichtig, dass die bairische Sprache auch bei den Kindern einen Platz haben soll; dazu liege es an den Eltern und Großeltern, ihnen die bairische Sprache mit auf den Weg zu geben. Schriftdeutsch komme noch früh genug in der Schule und die bairische Sprache eignet sich hervorragend für das Verständnis der deutschen Sprache und auch von Fremdsprachen. Also gleich von Anfang an boarisch reden, dann wächst man zusammen mit der Schriftsprache, die man in der Schule lernt, gleich zweisprachig auf! Schupfners Willkommen galt auch dem Künstlerpaar „Sternschnuppe“, das gerne nach Palling gekommen ist und von einem vollbesetzten Michlsaal erwartet wurde.
Das Duo legte auch gleich richtig los mit dem Lied „Drunt in da greana Au, steht a Birnbam schee blau, Juchhe!“ Damit hatten sie die Kinder gleich auf ihre Seite gezogen, denn sie und die Erwachsenen machten mit jeder Strophe begeistert und sportlich mit und zeigten, dass sie der bairischen Sprache und ihrer Feinheiten wohl mächtig sind.
Es folgte ein lustiges Mitspiel-Lied mit drei Buben aus dem Publikum, die je einen Gockelkamm aufgesetzt bekamen. Sie machten lustig mit beim gespielten Lied vom „Gickerl, Gockerl Kikerikiki“. Die Buben und das Duo bekamen viel Applaus. Das Publikum ging auch sehr gut mit beim Lied vom „Fuchs, der seine Runden draht“. „Der Wind, der waht, der Gockerl kraht!“
Frisch und frech im wilden Tradimix ging es weiter mit dem Programm. Werner Meier hatte während des ganzen Programms die musikalisch tragende Rolle mit seiner Gitarre, während Margit Sarholz tanzte, hüpfte und spielte -zum Beispiel die Kuh, die ins Kino gehen wollte. Welche Abenteuer sie dabei erlebte! Bei der Kontrolle hieß es, sie sei mit fünfeinhalb noch ein Kalb und dürfe nicht ins Kino, denn der Film sei erst ab sechs Jahre. Der Kartenabreisser wollte sie nicht einlassen, sie mußte ihren Ausweis herzeigen. Da fiel ihr ihre gelbe Ohrmarke ein, die sie vorzeigte und ihr dann doch den Weg ins Kino frei machte. Dort sah sie, wie es im Kino zugeht und erwischte sogar noch an „angepopptes“ Korn.
Mit dieser Geschichte ging das LiederDuo mit seinem Programm in die Pause.
Danach ging es weiter mit unglaublicher Spielfreude und einer gelungenen Mischung aus traditionellen und eigenen bairischen Liedern, mit Phantasie und Sprachwitz und der Lust am puren Blödsinn. So etwa mit dem „Pimperlwirt, dem Pamperlwirt“ und der „Brezenbeißer-Bande“ mit dem Lied von dreizehn warmen Brezen.
Wie Margit Sarholz sich in ihre Rollen spielte, war schon phänomenal. Zu sehen auch beim „Kühlschrank, der spazieren gehen wollte“. Zum Schunkeln wurde es dann noch beim Lied „Brotbresl hi, Brotbresl her“. Mit einem lustigen Frühlingslied, dem Lied von der „Zuckerwatte Zimperlich“, dem Lied von den „Regenpiraten“ und ähnlichen lustigen Liedern ging schließlich das Programm zu Ende.
Am Schluß enterten die Kinder die Bühne und wollten das Sternschnuppe-Duo gar nicht mehr auslassen.
Die Kinder im Publikum hatten ihre Freude an diesem Nachmittag. Der Veranstalter auch, der Kassier Hans Schupfner sprach von einer erfolgreichen Aktion – für die Kinder und Erwachsenen, für die Akteure auf der Bühne und für den Verein als Veranstalter. Ganz begeistert war auch die Michlwirts-Chefin Marianne Trinkberger, was sich das alles auf der Bühne für die Kinder abspielte. Die Bedienungen waren sehr beschäftigt mit der Versorgung der Besucher mit Unmengen von Pommes, Eis, Kuchen und Getränken. cw
