Sepp, jetz geht’s dahi“, eine kleine bayerische Kulturgeschichte vom Sterben und vom Tod „Sepp, jetz geht’s dahi“ war der Titel einer Veranstaltung im Sailer Keller in Traunstein und der Titel eines Buches von Peter Dermühl. Veranstalter waren die Stadtbücherei Traunstein und der Verein Bairische Sprache. Anette Hagenau, Leiterin der Stadtbücherei, begrüßte das Publikum im Saal, der bis auf den letzten Platz gefüllt war, den Autor Peter Dermühl, Heine Albrecht, den Leiter der Musikschule Traunstein, der die Lesung mit seiner Ziach gefühlvoll begleitete und Rudi Mörtl, den Vorsitzenden des Vereins Bairische Sprache.

Peter Dermühl                             (Foto cw)      .... mit Heine Albrecht, Leiter Musikschule TS ......mit Leiterin Stadtbücherei Anette Hagenau

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Bairisch – das bessere Hochdeutsch?

Vom Wert unserer Sprache Der Verein Bairische Sprache und Mundarten hatte zu dem Vortrag „Bairisch – das bessere Hochdeutsch?“ in den Kulturschuppn Mühldorf eingeladen. Referent war Dr. Kanz. Leiter des Aventinus-Gymnasiums Burghausen. In seiner Begrüßung betonte der Vereinsvorsitzende Rudi Mörtl, dass wir mehr über unsere Bairische Sprache wissen müssen um ihren Wert zu erkennen. Nachdem die germanischen Stämme nach Abzug der Römer sesshaft geworden waren, begannen sie etwa ab 500 n. Chr. ihre Sprache zu ändern. Diese sog. Lautverschiebung hat in den Alpen begonnen und breitete sich nach Norden aus, wo sie auf Höhe der sog. Benrather Linie abebbte. Das war der Übergang vom Germanischen zu Althochdeutschen. Hochdeutsch wurde die Sprache deswegen genannt, weil sie in den südlichen, höher gelegenen Landesteilen entstanden ist. Das hat nichts mit einer höheren Wertigkeit zu tun, wie das heute immer dargestellt wird.

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Ludwig Gruber – der Ponzauner Wigg Bauer und Poet – ein Leben für die Heimat

Karl-Heinz Fürst stellte im Hilgerhof den niederbayerischen Bauern und Heimatdichter Ludwig Gruber vor; er wurde nach seinem Hofnamen der Ponzauner Wigg genannt. Rudi Mörtl, vom Verein Bairische Sprache hat es begrüßt, dass auf diese Weise eine vor Jahrzehnten in Niederbayern bekannte Persönlichkeit vor dem Vergessen bewahrt wird und Sepp Reithmeier Vorsitzender des Kulturvereins Hilgerhof hat sich ausdrücklich dafür bedankt, dass sich der Karl-Heinz Fürst mit dem Leben und Werk des Ponzauner Wigg befasst hat. Er ist den Spuren des Dichters im Landkreis Rottal-Inn nachgegangen, hat mit den Nachkommen gesprochen und hat das niederbayerische Bauernland und die Dörfer erlebt. Er ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass es dort mindestens genau so schön ist wie in Oberbayern.

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Gemeinsames Singen mit Ernst Schusser an unserem Stand auf dem Trachten- und Handwerkermarkt in Neuötting

Am Sonntag den 11. August hat der „Neuöttinger Trachten- und Handwerkermarkt“ stattgefunden. Wir haben uns auf unserem Stand mit Büchern, Zeitschriften, Faltblättern und einem Wörterrätsel vorge-stellt und bereits vor dem offiziellen Beginn um 10 Uhr war ein reger Betrieb. Die Neugierigen drängten sich um unser Wörterrätsel und nach zwei Stunden sind uns die Fragebögen ausgegangen.

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Stromgewinnung aus dem Inn – Vereinsmitglieder besichtigten das Krafftwerk Töging-Jettenbach. Vereinsmitglieder haben unter der Leitung von unserem Vorstandsmitglied Ernst Müller, ehem. Mitarbeiter der Innwerke, das Kraftwerk Töging –Jettenbach besucht.

Stadtachivar Konrad Kern                                       Krafthaus mit 14 Turbinen und Generatoren

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Bairisch – von den Römern geprägt. „Auf gut Bairisch“ hieß die Veranstaltung mit Gerald Huber und dem Couplet-Trio „Drent und herent“ im Saal des Gasthauses Feichten, zu dem der Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau-Inn eingeladen hatte. Hans Aicher, der ehemalige Bürgermeister von Feichten und Rudi Mörtl, der Vereinsvorsitzende, begrüßten die ca. 120 Besucher, die den Saal fast vollständig gefüllt hatten.

Gerald Huber mit musikalischer Begleitung

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Bairisch-orientalische Begegnung

Anlässlich der bundesweiten “Woche der Sprache und des Lesens“ organsierte die AWO Traunstein zusammen mit der Stadtbücherei und dem „Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau-Inn“ eine „bayerisch orientalische Begegnung“. Die Veranstaltung hat in der Stadtbücherei Traunstein stattgefunden. Den orientalischen Teil präsentierten u. a. George Naser, ein professioneller Musiker, der aus Syrien stammt und in Innsbruck lebt. Er begleitete die Veranstaltung mit der Oud, einem lauten-ähnlichen Instrument. Nabhan Saad, ein syrischer Dichter trug drei Gedichte vor, die von Heimweh, Liebe du Sehnsucht handelten.

Heine Albrecht mit musikalischer Begleitung

Den bairischen Teil hat Heine Albrecht, Leiter der Musikschule Traunstein, mit seiner Nichte und seinem Neffen bestritten. Er präsentierte unsere bairische Kultur in Sprache Lied, Jodler, Schuhplattler und Tanz und er bekam dafür viel Beifall. Die Veranstaltung war ein Beispiel, wie sich verschiedene Kulturen in gegenseitigem Respekt begegnen und das beiderseitige Verständnis fördern können.

 

Bei der Begrüßung der Besucher konnte der Vereinsvorsitzende Rudi Mörtl zufrieden feststellen, dass der Saal im Sailer Keller in Traunstein wie jedes Jahr gut gefüllt war. Er begrüßte vor allem die Radlschmiedmusi, die heuer wieder die musikalische Begleitung übernommen hat, und den Kreisrat Alfons Baumgartner. Vereinsregularien wie der Jahresbericht, der Kassenbericht, die Entlastung des Vorstandes konnten in kurzer Zeit abgehandelt werden. Zum Geschehen im vergangenen Jahr berichtete der Vorsitzende u. a., daß der Verein Kontakt zur Politik aufgenommen habe mit dem Ziel, unseren Bemühungen um den Erhalt unserer Sprache eine wissenschaftliche Grundlage zu geben. Es haben einige Gespräche mit Abgeordneten und dem damaligen Kultusminister Sibler stattgefunden, an dem Gustl Lex und Rudi Mörtl teilgenommen haben. Rudi Mörtl bemängelte vor allem, dass vor dem Mikrofon grundsätzlich auf Schriftdeutsch umgeschaltet wird. Das war auch bei dem sog. „Dialektgipfel“ in Landshut der Fall. Einen Besucher hat das zu folgendem Kommentar in einer Zeitung veranlasst: „Von den ausnahmslos dialektkundigen Teilnehmern der Podiumsdiskussion und Mitdiskutanten aus der 250köpfigen Lehrerschaft war kein einziger dialektaler Satz zu vernehmen! Wer den Wert des eigenen Dialektes lobt, die eigene Mundart aber unauffindbar vergräbt, um ein höheres Bildungsniveau zu demonstrieren, macht sich zum staatlichen Totengräber von unserer Sprache. A scheene Leich“.

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