Er predigt auf Bairisch – Pfarrer Rainer Maria Schießler. Seine Pfarrei St. Max liegt in der Nähe vom Gärtnerplatz, mitten in München. Pfarrerr Schießler redet grundsätzlich Bairisch und hält seine Predigten ebenfalls in bairischer Sprache. Sepp Obermeier hat ihn deshalb vor einigen Jahren mit der „Sprachwurzel“ ausgezeichnet. Pfarrer Schießler ist bei den Leuten äußerst beliebt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kirchen ist die seine – abgesehen von den derzeitigen pandemiebedingten Beschränkungen – an den Sonntagen gefüllt und seine Pfarrei hat die höchste Zahl an Kirchen-Wiedereintritten in der Region. Wir haben diesen unkonventionellen Pfarrer Ende Juli besucht und werden ihn in der nächsten Ausgabe unserer Zeitung „Bairische Sprache“ vorstellen. (RM)

Weiterlesen: Er predigt auf Bairisch - Pfarrer Rainer Maria Schießler

Ludwig Ganghofer - Zum 100. Todestag des bayerischen Dichters. Der Todestag von Ludwig Ganghofer jährt sich am 24. Juli zum 100. Mal. Er war ein bedeutender bairischer Schriftsteller und der Verein „Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau-Inn“ möchte aus diesem Anlass an ihn erinnern. Geboren am 7. Juli 1855 in Kaufbeuren, wächst Ludwig Ganghofer als Sohn eines Försters an verschiedenen Orten in Bayern auf. Nach dem Abitur am Königlich-Bayerischen Gymnasium in Regensburg, im Jahr 1873 wollte er Techniker werden und arbeitete deshalb ein Jahr als Schlosser und Monteur in der Riedingerschen Maschinenfabrik in Augsburg. 1875-79 studierte er zuerst Maschinentechnik am Polytechnikum München, dann Literaturgeschichte und Philosophie an den Universitäten München, Berlin und Leipzig, wo er 1879 zum Dr. phil. promovierte. 1880 wird sein erstes Schauspiel „Der Herrgottschnitzer von Ammergau" am Münchner Gärtnerplatztheater aufgeführt, es wurde anschließend in Berlin über hundert Mal gespielt und zu einem Riesenerfolg.

Weiterlesen: Ludwig Ganghofer - Zum 100. Todestag des bayerischen Dichters

Sehr geehrter Herr Kultusminister,

wir – das ist der „Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau-Inn e. V.“ – sind ein Sprachverein im Südosten von Bayern. Wir haben derzeit über 800 Mitglieder und unser Anliegen ist es, unsere bai-rische Sprache so weit wie möglich zu erhalten. Insofern ist es zu begrüßen, dass sich das Kultusmi-nisterium entschlossen hat, Bairisch in den Schulen zu fördern. Bairisch, unsere süddeutsche Regionalsprache, wird vor allem vom Norddeutschen stark bedrängt, das immer wieder mit dem offiziellen Schriftdeutsch verwechselt wird. Einige Beispiele dazu: „Stier – Bulle; Spengler – Klempner, wohlschmeckend, gut – lecker“ usw. Dazu gehören aber auch unsere Zahlbezeichnungen, etwa für die Schulnoten wie „der Einser, der Zweier“ – nicht aber „die Eins, die Zwei“ usw.

Weiterlesen: "Der Einser und die Eins; Brief an Kultusminister Piazolo"

Dialektförderung ist nicht ausreichend

München (dpa/lby) - Der «Bund Bairische Sprache» hat der Politik ein schlechtes Zeugnis bei der staatlichen Förderung der Dialekte ausgestellt. «Wenn man die Dialekte über den Schellenkönig lobt, aber unterschwellig die Devise ausgibt, diese möglichst unauffindbar zu vergraben, um ein höheres Bildungsniveau zu demonstrieren, macht man sich zum staatlichen Totengräber», sagte der Vereinsvorsitzende Sepp Obermeier zum Internationalen Tag der Muttersprache an diesem Donnerstag.

Weiterlesen: Dialektförderung ist nicht ausreichend

Lieber Vian!

…. Ich habe mich sehr gefreut, die Sommerausgabe der Zeitschrift für „Bairische Sprache und Kultur“ zu erhalten. Ich danke Dir recht herzlich dafür, weil solche Zeitschriften literarische Kleinode sind, und es ist erfreulich zu wissen, daß man sich um die Mundarten und das Kulturgut kümmert. Man sollte sich auch um die schöne deutsche Sprache der Dichter und der Denker kümmern. Zur Zeit beginnt diese schöne alte Sprache zu verkümmern, weil das Englische sie wie ein Krebs unterwandert hat und die Anglizismen häufen sich und verdrängen die einzigartige deutsche Ausdrucksweise vom Platz. Für mich klingt das affektiert und prahlerisch, besonders wenn man versucht, die Aussprache der Hautevolee nachzuahmen. Das stellt die Nackenhaare auf! Die Artikel „Es war einmal…das Elsässische – Die Sprache zwischen Rhein und Vogesen“ fand ich sehr interessant, weil wir, die Waliser, gelitten haben wir müssen immer noch um den Erhalt unserer schönen Sprache kämpfen.

Walisisch ist keine Mundart, sondern eine eigenständige Sprache mit einer standardisierten Schriftsprache und einer gemeinsamen Literatur; und schon im sechsten Jahrhundert besteht der Beweis, daß diese Sprache schriftliche, dichterische Werke besaß.

Weiterlesen: Die walisische Sprache - ein Brief aus Wales